Grundprinzip und Fallbeispiele zum besseren Verständnis
Bei Einreichung einer Krankmeldung am 9. Februar 2022 liegt die Krankmeldung von Juli bis August 2020 innerhalb des Zeitfensters von 104 Wochen.
Betrachtet man das Zeitfenster bei Einreichen einer weiteren Krankmeldung am 15. Januar 2023, liegt die Krankmeldung von Juli bis August 2020 außerhalb der Berechnungsperiode.
Fallbeispiel Patient 1
Sie haben sich vor Ihrer Krebsdiagnose 2022 in den letzten zwei Jahren zuvor nie krankgemeldet. Anfang Februar reichen Sie einen Krankenschein für vier Monate ein. Sie werden mehrere Krankmeldungen hintereinander und am Stück haben und quasi innerhalb von 1,5 Jahren das Ende der 78 Wochen erreichen.
Falls die Krankmeldungen ab 9. Februar 2023 fortlaufen, werden die 78 Wochen überschritten.
Fallbeispiel Patient 2
Sie hatten in den zwei Jahren vor Ihrer Krebserkrankung ebenfalls keine krankheitsbedingten Fehltage. Dann folgt die erste Krankschreibung Anfang Februar 2021 für eine Dauer von sieben Monaten. Danach gehen Sie wieder arbeiten und werden jedoch im Verlauf weitere Krankmeldungen einreichen. Sie erreichen innerhalb von zwei Jahren das Ende der 78 Wochen. Mit der letzten Krankmeldung werden die 78 Wochen überschritten sein.
Wenn die Dauer Ihrer Arbeitsunfähigkeit sich der Grenze von 78 Wochen nähert und Sie weiterhin krank sind, übermittelt die CNS Ihnen eine theoretische Berechnung des Datums, an dem Ihr Anspruch auf Krankengeld erlischt.
Manche Patienten haben außerdem bereits vor der Krebsdiagnose krankheitsbedingte Fehltage vorzuweisen: Diese Tage müssen je nach persönlicher Situation und Zeitpunkt für die 78-Wochen-Regelung berücksichtigt werden.