Krebs rechtzeitig erkennen

Der Sinn einer Früherkennung besteht darin, die Krankheit in einer offensichtlich gesunden Zell-Population (ohne dass irgendwelche Krankheitszeichen zu erkennen sind) rechtzeitig zu entdecken, und dies mit Hilfe einfacher und kostengünstiger Methoden.

Ziel der Krebsfrüherkennung ist es, die Mortalität der Krankheit zu reduzieren und dank einer rechtzeitig eingeleiteten Behandlung die Überlebenswahrscheinlichkeit zu erhöhen.

In der Mehrzahl der Fälle gilt: Je früher die Krankheit diagnostiziert wird, umso besser sind die Erfolgsaussichten der Behandlung. Aber das ist nicht immer der Fall: Eine Früherkennung kann auch Krebsarten zu Tage treten lassen, die sich nicht negativ entwickelt hätten und die ohne Früherkennungsuntersuchung nicht diagnostiziert worden wären (Beispiel: einige Prostata-Krebsarten).

Gleichzeitig gilt: Eine Früherkennung ist nur dann besonders nützlich, wenn eine  rechtzeitige Behandlung klare Vorteile bringt im Vergleich zu einer späteren Behandlung (Beispiel: zur Früherkennung von Lungenkrebs gibt es keine Untersuchung, die eine rechtzeitige Erkennung im Vorfeld erlaubt und die es ermöglichen würde, einen entsprechenden Nutzen aus einer rechtzeitigen Behandlung zu ziehen.

Internationale Experten empfehlen, folgende Krebsfrüherkennungsuntersuchungen durchführen zu lassen:

  • Brustkrebs: ab einem Alter von 50 Jahren
  • Darmkrebs: ab einem Alter von 50 Jahren
  • Gebärmutterhalskrebs: nach den ersten sexuellen Beziehungen
  • Malignes Melanom.

Was die Früherkennung anderer Krebsarten betrifft, zum Beispiel von Prostatakrebs, so wird empfohlen, mit Ihrem behandelnden Arzt darüber zu sprechen und sich über die Vor- und Nachteile dieser Früherkennung zu informieren (siehe dazu mehr in der Rubrik ‚Prostatakrebs’).

Im Falle bereits aufgetretener Krebserkrankungen in der Familie ist es das Beste, seinen behandelnden Arzt darüber zu informieren. Auf diese Weise können Sie (noch) besser begleitet werden

Aktualisiert am 4. August 2015

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